Neues zum Allertal aus 2009

Auf der Seite unten sind zwei Luftbilder aus dem Jahre 2005, zu denen es Neuigkeiten gibt:

Allertal 1:

Auch im Jahre 2009 konnte die spiralförmige Struktur (siehe Foto unten) im Getreide mit bloßem Auge wahrgenommen werden. Das interessiert die Facharchäologen so sehr, dass vermutlich im Jahre 2011 eine Ausgrabung an diesem Ort stattfinden soll.

Allertal 2:

Nachdem H.-D. Freese über mehrere Jahre vergeblich versucht hat, das Alter der Doppelgräben zu klären, brachte ihn 2009 das Gespräch mit einem alten Landwirt aus Eilte auf die richtige Fährte. Denn er wusste sich zu erinnern, dass hier in früheren Zeiten die alte Landstraße nach Ahlden verlaufen ist. Die Aussage des Landwirtes konnte anschließend durch einen Blick auf die kurhannoversche Landkarte bestätigt werden, es handelt sich um einen frühneuzeitlichen Straßenverlauf.



Das Getreidefeld im Allertal Auch 2009 zeigt diese neue Aufnahme deutliche Strukturen im Getreide, die mit bloßem Auge sichtbar sind. Foto: Wilhelm Meyer (c) 2009 - Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken.



Der ehemalige Bericht zu den Luftbilder aus 2005



Luftbilder aus 2005

Auch im Jahre 2005 hat die Luftbild-AG Prospektionsflüge unternommen; wir präsentieren hier einige interessante Befunde, die inzwischen auch an das Archiv des Landesamtes für Denkmalpflege weiter gemeldet wurden:



Luftbild Allertal 1

Foto Heinz-Dieter Freese (Luftbild AG F.A.N.) Wir sehen ein Getreidefeld am Rande des Allertales. Das Getreide ist Anfang Juli im "Farbwechsel" von grün nach gelb. Die grüneren Zonen bieten dem Getreide mehr Feuchtigkeit im Boden. Zum Teil kommt diese Feuchtigkeit aus anthropogenen (menschlich erzeugten) Gräben unterhalb der Erdoberfläche. In diesem Fall handelt es sich um ein sehr großes Objekt, bei dem die dünnen Gräben spiralförmig ein Zentrum umgeben. Zeitliche Deutungsmöglichkeiten bieten sich dadurch, dass auf dem Acker ein jungsteinzeitliches Beil gefunden wurde; andererseits liegen in unmittelbarer Nähe einige mittelalterliche Ackerfluren. Weitere Untersuchungen müssen folgen. Das Objekt ist von Überbauung bedroht, da es am Rande der Ortschaft liegt.



Luftbild Allertal 2

Foto Heinz-Dieter Freese (Luftbild AG F.A.N.) Wir sehen ein Getreidefeld am Rande des Allertales. Das Getreide ist Anfang Juli im "Farbwechsel" von grün nach gelb. An manchen Stellen ist es vom Wind niedergedrückt. Die grüneren Zonen bieten dem Getreide mehr Feuchtigkeit im Boden. Zum Teil kommt diese Feuchtigkeit aus anthropogenen (menschlich erzeugten) Gräben unterhalb der Erdoberfläche. In diesem Fall handelt es sich um zwei doppelte Gräben, die auf ein Waldstück zulaufen. Es könnte sich sowohl um Wegespuren, als auch im Befestigungsgräben handeln. Von der Erscheinung her könnte es auch eine Landwehr sein, jedoch spricht die Lage im Gelände dagegen, weil Landwehren immer dazu dienten, den Verkehr zu regeln und das Herumfahren / "Ummestrate" zu verhindern. Im Sommer 2006 soll an der Ackerkante ein Profil der Gräben erstellt werden, um das Alter und die Funktion weiter zu klären.