|
 |
 |
 |
 |
 |
Archäologische Prospektion mit Islandpferden |
 |
|
Liebe FAN´s, es gibt sie noch, die romantischen Momente in der Archäologie: Wenn man an einem herrlich sonnigen Frühlingsmorgen über abgelegene Waldwege reitet und dabei auf klare Moorseen, Kraniche und große Antilopen-, bzw. Damwild-Herden trifft! Aber jetzt noch mal von Anfang an: Immer wieder stoßen wir bei der archäologischen Flugprospektion auf merkwürdige Objekte und fragen uns: Sind das nun Hofstellen gewesen oder kleine Burgen oder einfach nur Gehege? Wie die Erfahrung zeigt, bringt selbst eine Ausgrabung nicht unbedingt weiter:
|
 |

Foto 1: Ströhen
|
|
 |
|
Sowohl in Ströhen (Foto 1: Ströhen) als auch in Bosse fanden sich keine bestimmenden Fundobjekte, nur Bodenverfärbungen von Pfosten und Gräben. Dazu habe ich die Theorie, dass es sich bei vielen Einfriedungen um ehemalige „Bienenzäune“ handelt; davon gab es in früheren Jahrhunderten eine große Anzahl rund um die Dörfer. Man brauchte vor allem das Wachs, aber natürlich auch die süße, klebrige Masse. Rund um die Ortschaft Eschede in der Heide sind beispielsweise 26 Bienenzäune eingezeichnet auf der Landkarte von 1899 (Foto 2: Kartenausschnitt von 1899, rot markiert: Bienenzäune).
|
 |

Foto 2: Bienenzäune um Eschede - Ein Kartenausschnitt aus dem Jahre 1899
|
|
 |
|
So entstand die Idee zu einer archäologischen Prospektion mit Islandpferden, die wir denn auch durchgeführt haben . Ich wollte prüfen, ob diese Immenzäune noch in der Landschaft vorhanden sind und wie sie sich ggfs. am Boden abzeichnen: Gibt es noch Wälle und Gräben und wie ist deren Verlauf? Die Landschaft um Eschede ist herrlich. Aber das Suchergebnis war absolut negativ: Viele Stellen liegen heute im Ackerland und sowohl dort wie auch in den Waldstücken gab es keine Spuren der ehemaligen Bienenstände zu sehen. Wenn es einen trockenen Frühsommer gibt, können wir uns die Stellen ja noch einmal aus der Luft ansehen. Ich wünsche auch Ihnen noch viele schöne Frühlingstage!
Ihr H.-D. Freese
|
 |

H.-D. Freese - Vom Flugzeug auf den Pferderücken
|
|
 |
|
|
 |
 |
|
 |