Wenn Geschichte greifbar wird…
Der Tag, an dem Siedenburg, Staffhorst und Päpsen einer Katastrophe entgingen
Samstag, 29. April 1944

Zusammenfassung:
Dies ist die Geschichte der „Higgins Crew“, die am Samstag, dem 29. April 1944 im Bereich westlich von Nienburg (Bühren, Pennigsehl-Bockhop, Staffhorst-Päpsen) zusammen mit 2 weiteren US-Bombern des Typs B-24 Liberator (4-motorig) abstürzte (ca. 13:15-13:45 Uhr).
Sie gehörten zur 8. US Air Force und waren auf dem Rückweg von einem Bombenabwurf auf Berlin (Bahnhof Berlin-Friedrichstraße).
Verschiedene Ursachen führten zu Verzögerungen auf dem Rückflug und dadurch zu einem fehlenden Begleitschutz durch alliierte Jäger im Bereich Hannover-Diepholz.
Deutsche Jagdflugzeuge nutzten diese Situation aus, rissen die B24-Verbände auseinander und schossen viele US-Bomber ab oder beschädigten sie.
Die B-24 der Higgins Crew war ein Pfadfinderflugzeug mit 11 Mann Besatzung, darunter 2 zusätzlichen Navigatoren , welches eine Formation von 16 B-24 anführte.
Es wurde gegen 13:20 Uhr von einem deutschen Jäger im Bereich nördlich von Nienburg an den beiden linken Triebwerken getroffen, welche in Brand gerieten.
Das Flugzeug leitete unter weiterem Beschuss einen kontinuierlichen Sinkflug ein, wobei der westliche Kurs über Heemsen, Blenhorst, Wietzen beibehalten wurde.
Der Flug endete um 13:25 Uhr mit einem Absturz in Päpsen bei Siedenburg, wobei 2 Navigatoren getötet wurden und 9 mit dem Fallschirm überlebten.

Den gesamten 22-seitigen Bericht von Jens Schaper können Sie als PDF-File herunterladen (Bitte hier klicken [1.941 KB] )

Der Artikel von unserem Luftbild-AG Mitglied Jens Schaper zeigt, dass man sich auch mit der Neuzeit in Hinblick auf unserer niedersächsische Geschichte beschäftigen kann und auch dort Bodenfunde - wie in unserer Frühgeschichte - einen Einblick in das Geschichtsfenster zulassen.




Funde der B-24 Liberator Teile des Wracks: Ein Edelstahl-Führungsgurt einer Browning-Maschinenkanone