Luftbildarchäologie

Die Luftbildarchäologie ist eine archäologische Suchmethode. Bislang unbekannte vor- und frühgeschichtliche Bodendenkmale sollen aus der Luft erkannt und archiviert werden.

Wir suchen für Niedersachsen

In Niedersachsen gibt es nur ehrenamtliche Luftbildarchäologie. Wir vom F.A.N freuen uns über jeden Piloten oder Fluggast, der mitmacht! Kontakt: Heinz-Dieter.Freese@gmx.de.
Luftfotos mit fraglichen Befunden, - auch von google-earth-Rundflügen über Niedersachsen- nehmen wir über diese E-mail-Adresse jederzeit gern entgegen und melden uns sofort bei den „Findern“.




Günter Lange: Vor dem Start in Holzbalge (Foto: H.-D. Freese)




Wie funktioniert das?

Luftbildarchäologie- wie funktioniert das?

Grabhügel, Siedlungen und Burgen werden aus großer Höhe sichtbar anhand von Bewuchsveränderungen im Getreide und von Farbveränderungen auf den Ackerflächen.
Die Luftbildarchäologie ist eine LAUNISCHE Wissenschaft; sie funktioniert am besten nach extremen Wetterlagen. Wochenlange Trockenheit im Frühsommer oder das letzte Sonnenlicht im Dezember können zu hervorragenden Ergebnissen führen. Dagegen lässt ein nasses, kaltes Frühjahr die Luftbildarchäologen verzweifeln: alle Flächen sind gleichmäßig grün.
Die Luftbildprospektion ist nicht nur Sache von Experten, alles ist aus dem Flugzeug mit bloßem Auge sichtbar. Jedoch gehört eine gewisse Erfahrung dazu, die vielfältigen Bewuchs- und Farbunterschiede auf den Feldern zu filtern und zu deuten.

Unsere wichtigsten Merkmale aus der Luft

Positives Bewuchsmerkmal. Nach langer Trockenheit zeichnet sich in einem Erbsenfeld ein Ringraben mit rund dreißig Meter Durchmesser ab. Funktion und Alter unbekannt. Nur über dem planierten Graben hat das Wurzelwerk der Erbsen noch ausreichend Feuchtigkeit. (Abbildung: Stöckendreb)

Negative Bewuchsmerkmale. Als negatives Bewuchsmerkmal sieht man im Getreide die Fundamentspuren der Burg Neuhaus. Beim Herausbrechen und Wegfahren der Steine des Fundamentes gelangte sandige, unfruchtbare Erde an die Oberfläche, die bis heute das Pflanzenwachstum verringert oder ganz verhindert. (Abbildung: Burg Neuhaus)




Stöckendreb (Foto: FAN)

Burg Neuhaus

 Neuhaus wurde gebaut 1242 und 1335 erobert und zerstört. Foto: Freese, 2003



Bodenmerkmal. Helle Verfärbungen zeigen den Standort ehemaliger Grabhügel aus der Älteren Bronzezeit an. Sie sind bereits seit 70 Jahren überackert, die Grabbeigaben, -ein Bonzedolch- fanden sich völlig zerstört im Pflugbereich. (Abbildung: Bad Blenhorst)




Bad Blenhorst (Foto: FAN)




Flugplatz Holzbalge Gruppenbild mit einigen FAN-Mitgliedern Foto: avacon 2002



Unsere aktiven Mitglieder

Herbert Hoinkis, Burgdorf, Pilot, Flugplatz Ehlershausen
Günter Lange, Hannover, Pilot, Flugplatz Holzbalge
Wilhelm Meyer, Bomlitz, FAN-Mitglied, Flugplatz Hodenhagen
Ernst Meininger, Döhlbergen, FAN-Mitglied, Flugplatz Verden-Walle
Rolf Meinking, Estorf, Pilot, Flugplatz Holzbalge
Jens Schaper, Staffhorst, Pilot, Flugplatz Holzbalge
Michael Weyrauch, Pilot, Flugplatz Peine-Edesse






Öffentlichkeitsarbeit

1999: Wanderausstellung „Luftbildarchäologie im Mittelwesergebiet“.
2001: „Unter uns“ – Archäologie von oben, in: Avacon-Magazin Nr. 4/2001.
2003: NDR 3 – buten und binnen – Fernsehreportage über die Arbeit der AG Lufbildarchäologie.