Projekt Erdwerk Esbeck

Finanziert durch Mittel des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur findet z. Zt. die Auswertung des Fundmaterials einer archäologischen Ausgrabung statt, die in der Nähe von Esbeck, Ldkr. Helmstedt, Anfang der 80er Jahre durchgeführt worden ist. Unter der Leitung von Herrn Dr. H. Thieme und Herrn M. Fansa MA wurde ein jungsteinzeitliches Erdwerk - Esbeck FStNr. 1 - großflächig untersucht, das zahlreiche Funde und Befunde der bandkeramischen Kultur zu Tage förderte. Die Ausgrabungen waren seinerzeit aufgrund von Baumaßnahmen am Kraftwerk Buschhaus notwendig geworden.
Das jungsteinzeitliche Erdwerk von Esbeck besteht aus einem Doppelgraben, der ein Areal von ca. 200 x 160 m umschließt. Im Innenraum konnten neben unterschiedlichen archäologischen Befunden wie Pfosten von Hausgrundrissen und Vorratsgruben etc. freigelegt sowie auch umfangreiches Fundmaterial geborgen werden. Dazu gehören einige tausend Keramikbruchstücke, Feuerstein- und Felsgesteinartefakte, Holzkohlereste verkohltes Getreide sowie Knochenfragmente.
Obgleich die Ausgräber in den letzten Jahren einige interessante Fachartikel zum Erdwerk von Esbeck veröffentlicht haben, steht eine ausführliche Publikation noch aus. Im Rahmen des Projektes sollen zunächst die Funde eingehend untersucht und vorgestellt werden. Dabei werden die Keramik derzeit durch Frau G. Schwarz und die Steingeräte durch Frau P. Richter bearbeitet. Der Bedeutung der Fundstelle entsprechend ist darüber hinaus eine detaillierte Gesamtvorlage der Ausgrabungsergebnisse in Vorbereitung.

Beitrag von Frau Richter



 Hartmut Thieme, Reinhard Maier: Archäologische Ausgrabungen im Braunkohletagebau Schöningen. Hannover 1995, Abb. 104. (für Vergößerung bitte auf Grafik klicken)