Menu

Ein Suchflug Ende April

Utz Böhner (boehner) on 29.04.2019

Funk und Fernsehen berichteten in den letzten Tagen von großer Trockenheit sowie von Wald- und Moorbränden in Norddeutschland. Und in der letzten Woche habe ich aus dem Passagierflugzeug Embraer 170 im Landeanflug auf Bremen bereits ein „celtic field“ gesehen. Grund genug also für einen ersten Prospektionsflug von Holzbalge in Richtung Vechta.

 

Das Ergebnis war wieder einmal ernüchternd: Von großer Trockenheit ist aus der Luft nichts zu erkennen. Das ganze Land strahlt in den „Jamaika-Farben“ schwarz (Maisfeld), gelb (Raps) und hellgrün(der Rest). Wir konnten nur den aus Funk und Fernsehen bekannten Löschhubschrauber aufspüren (Foto 1). Die Felder und Wiesen zeigten sich farblich ohne Kontraste. Auf den gepflügten Flächen sahen wir die Spuren verschwundener Gräberfelder, wie beispielhaft ein Feld aus dem Landkreis Nienburg. Im Jahre 1897 zeigte das Messtischblatt an dieser Stelle insgesamt 16 Grabhügel vorhanden. Bei einer Ortsbesichtigung 1976 waren die Hügel bereits verschwunden. Jetzt sieht man sie als schwache helle Verfärbungen im Acker. Als Lesefund wurde ein bronzenes Absatzbeil der Älteren nordischen Bronzezeit eingeliefert.

 

 

 

 

 

 

Ein paar Kilometer entfernt von diesem eingeebneten Grabhügelfeld sahen wir aus der Luft einen weiteren Acker mit auffälligen hellen Verfärbungen. In diesem Fall handelt es sich um einen vor kurzem tief gepflügten Acker. An manchen Stellen tritt jetzt der Unterboden zutage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heinz-Dieter Freese (26.04.19)  

Zurück