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Feldbegehung - Geländeprospektion - Survey

 

Bei Wikipedia ist zum Begriff Survey zu lesen:

In der Archäologie ist ein Survey die Begehung bzw. Geländeerkundung zum Gewinnen eines Überblicks über die Besiedlungsgeschichte. Es handelt sich um eine Bodenbegehung des Gebietes und dessen Kartierung.

Die Begehung muss nicht zwangsläufig zu einer Ausgrabung führen, sondern kann auch (vorerst) der einzige Schritt bei der Erforschung eines Gebietes sein. Heute wird sie meist mit den geophysikalischen Methoden der Prospektion (siehe geophysikalische Prospektion) kombiniert.

Das zu untersuchende Gelände wird meist in Planquadrate geteilt und vermessen, heute kommt auch vermehrt GPS zum Einsatz. Danach wird das Gelände systematisch abgegangen, wobei die Bodenoberfläche nach auffallenden Gelände- und Bodenmerkmalen untersucht wird, sowie Funde eingemessen und aufgelesen werden. Alle Funde und Befunde werden dokumentiert und kartografiert. Ein gehäuftes Auftreten von Funden kann auf Fundstellen bzw. Bodendenkmäler hinweisen, die durch Bodenerosion oder Pflügen zu Tage treten. Mit den gesammelten Daten kann der erfahrene Archäologe abschätzen, ob und welche Art Denkmäler sich im Boden befinden könnten. Mit Hilfe von Geoinformationssystemen können die Funde mit der Topographie und weiteren Merkmalen, wie Bodengüte, Bodennutzung und ähnlichem, in Verbindung gebracht werden. https://de.wikipedia.org/wiki/Survey_(Arch%C3%A4ologie)  

 

Etwas ausführlicher wird die Feldbegehung auf der Webseite von „Prähistorische Archäologie“  beschrieben: http://www.praehistorische-archaeologie.de/wissen/grabungen/prospektion/archaeologische-prospektion/.

Die Ausführungen gelten prinzipiell auch für Prospektionen mit Metallsuchgeräten.

 

Eine anschauliche Einführung in die Feldbegehung hat unser Mitglied Ronald Reimann aus Hohnhorst im Landkreis Schaumburg verfasst.

Er ist Jahrgang 1966 und hat Betriebswirtschaft studiert. Vor etwa 20 Jahren wurde sein Interesse für Archäologie geweckt und er trat in den Freundeskreis der Archäologie in Niedersachsen e. V. ein. In dieser Zeit - mit beruflich bedingter Pause - entwickelte er sein Interesse weiter. Seit 2010 ist er ehrenamtlich Beauftragter für die archäologische Denkmalpflege im Landkreis Schaumburg, seit 2017 im südlichen Landkreis Nienburg, und unterstützt dort den zuständigen Kommunalarchäologen Dr. Jens Berthold. Weiterhin verantwortet er die archäologische Abteilung des Heimatmuseums Rehburg. Sein Schwerpunkt liegt in der Feldprospektion metallarmer und metallloser Fundplätze an der Mittelweser und am Steinhuder Meer. 

 

Funde einer Feldbegehung ohne technische Hilfsmittel sind der zuständigen Denkmalschutzbehörde, der Gemeinde oder einem Beauftragten der archäologischen Denkmalpflege (§ 22 NDSchG) zu melden (§ 14.1. NDSchG).

Feldbegehungen mit technischen Hilfsmittel wie z.B. Metalldetektoren sind durch die zuständige Denkmalschutzbehörde genehmigungspflichtig (§ 12.1 NDSchG). Auch die Funde dieser Begehungen sind zu melden.

Fundmeldeformular und Mustertext zur Fundmeldung