Seit Beginn des FAN 1997 ist Wilhelm Dräger Leiter der AG Römer in Niedersachsen. Geboren im südoldenburgischen Lohne machte er 1956 am Antonianum in Vechta sein Abitur. Nach dem Studium der Theologie in Münster und Freiburg trat er 1962 hauptamtlich in den Dienst des Bistums Münster. 1968 heiratete er, zog nach Hannover und studierte von dort aus in Göttingen für das Lehramt für Höhere Schulen. Seit 1973 unterrichtete er bis zu seiner Pensionierung 1995 am Ganztagsgymnasium Herschelschule in Hannover die Fächer Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde und Religion. Die nähere Beziehung zur Archäologie baute er schon in den 80er Jahren auf. Mit seiner Geschichts-AG ergaben sich vielfältige Möglichkeiten zu kleineren und mehrtägigen Exkursionen, die allerdings zunächst noch nichts mit "den Römern" zu tun hatten. Die häufigsten Ziele waren später jedoch Ausgrabungsobjekte der römischen Okkuptionszeit, unter anderem auch in Haltern und Oberaden. Mit der Römer-AG interessiert er sich auch immer wieder für Kalkriese, engagiert sich aber vor allem für römische Fundstellen in der näheren Umgebung von Kalkriese (Schwagstorf, Mehrholz und Goldenstedt) und in einer größeren Entfernung von Kalkriese im niedersächsischen Raum: für Gehrden, Bevern, Gronau und nicht zuletzt den Raum südlich Lingen/Ems (vor allem für die Fundstelle Hesselte). Und was interessiert den AG-Leiter besonders? Als er von einem provinzialrömischen westfälischen Archäologen vor etwa 10 Jahren das gefragt wurde, antwortete er spontan: "Das Enddatum von Haltern!", von dem auch die Datierung Kalkrieses abhängt. Heute würde er hinzufügen: "... und die Auffindung des sog. Germanicushorizontes, also Spuren von 8 Legionen, die drei Jahre lang im Krieg Norddeutschland durchzogen."
|
 |
 |