Herbsttreffen der Römer-AG 2004

Im Mittelpunkt standen zwei Dia-Vorträge:

B. Hamborg (Foto) referierte über die Münzprägung der römischen Republik. Er stellte eindrucksvoll die 16 von ihm als typengleichen Ersatz für die Fundmünzen aus Goldenstedt (OT Arkeburg) und Diepholz (darunter auch Mehrholz) für die archäologische Dauerausstellung im Industrie Museum Lohne aus dem Münzhandel beschafften Münzen vor und wies nach, dass auch eine kleine, aber gut dokumentierte Ausstellung einen beträchtlichen auch ideellen Wert darstellt und durchaus z.B. eine über hundertjährige Münzprügung repräsentieren kann.
G. Lübbers stellte die von ihm im Jahr der deutschen Einheit mitgegründete und z.Zt. auch von ihm geführte "Gesellschaft der Hobbyarchäologen Deutschlands e.V." vor und konnte ein eindrucksvolles Resumee einer inzwischen bereits 15-jährigen Ausgrabungstätigkeit ziehen, und zwar vorwiegend auf römischen Fundplätzen innerhalb des Limes. Die Zuhörer - nicht zuletzt der Berichterstatter - waren beeindruckt, mit welcher Zähigkeit die Grabungsteilnehmer mit den z.T. bis an die Grenze der Belastbarkeit führenden Schwierigkeiten fertig geworden waren.
Dann erhoben sich die Versammelten im Gedenken an unser am 6.8.2004 im Alter von 70 Jahren verstorbenes Mitglied aus Essen-Borbeck, Werner Winkels, dessen Engagement für die Erforschung der Hinterlassenschaften der Römer in Nordwestdeutschland der Römer-AG in steter Erinnerung bleiben wird. Nach Kurzbeiträgen zu Kalkriese (Kr. Osnabrück) und Sommersell (Kr. Höxter) und der Präsentation zweier aktueller Neufunde, darunter eines Caracalla-Denars, begab man sich zur Nachbesprechung in den von den archäologischen FAN-Stammtischen her bewährten "Paulaner".



B. Hamborg bei seinem numismatischen Vortrag beim NLD (Foto: W. Dräger)