Archäologisch inspirierter Maigang der Römer-AG nach Gronau und Umgebung am 15.5.2004
Nach einem ausgedehnten Spaziergang rund um die Wüstung Lehde am westlichen Stadtrand von Gronau (dort u.a. auch substantielle kaiserzeitliche Funde!) unter der Führung der Eheleute Weber (FAN) zeigten uns diese unter einem Partyzelt im heimischen Vorgarten bei einer guten Tasse Kaffee ihre schöne, archäologisch ausgewertete Sammlung ur- und frühgeschichtlicher Lesefunde aus der Umgebung von Gronau. Nach einer angemessenen Rast im gemütlichen Gronauer Eichsfelder Hof (Spargel vom Feinsten!) führte Dr. Wilhelmi durch die nahe Beusterburg bei Betheln, ein 15 ha großes neolitihisches Erdwerk, die älteste erhaltene Befestigungsanlage Niedersachsens, die archäologisch noch immer zahlreich Rätsel aufgibt, und anschließend über das noch heute beinahe 100 kleine und große Anlagen umfassende Hügelgräberfeld unterhalb der Burg. Nach Passage der Poppenburg (kurze Außenbesichtigung), gelegen als ehemalige Hildesheimer (fürstbischöfliche) Grenzfeste an wichtigem Leineübergang (heute B1), Einkehr im idyllischen Bauernhaus-Café in Wittenburg bei Wülfingen. Das vom Wetter begünstigte Treffen schloss gegen 18 Uhr mit einem Rundblick bei der auf einem Höhenrücken einsam tronenden ehemaligen Augustiner-Chorherrenkirche Wittenburg auf den Hildesheimer Wald im Osten und zur Barenburg im Westen. Der Maigang 2005 wird voraussichtlich in den Süntel führen, und zwar einmal in das Gebiet um Hessisch-Oldendorf (Pappmühle Zersen am Fuße des Hohenstein; die eisenzeitliche Amelungsburg), zum anderen - als Ergänzung - zum Dachtelfeld bei Bad Münder.
Verfasser: W. Dräger
|
 |
Gronau / 'Lehder Kirchhof' : Blick nach Osten - Fundstelle einer römischen Bronzemünze
|