Unser Patenschaft-Formular

Hier können Sie sich die beiden Dateien (PDF) zu der Patenschaft für die Ausgrabung des altsächsischen Gräberfeldes in Rullstorf herunterladen:

Patenschaft - Bogen [268 KB]

Erklärung zur Patenschaft [54 KB]

Wir würden uns freuen, wenn Sie mit Ihrer zweckgebundenen Geldspende die Ausgrabung in Rullstorf unterstützen würden und wir Sie als Paten begrüßen dürften.

Informationen für Grabungshelfer bei der Ausgrabung in Rullstorf (Bitte klicken)



Was steht hinter der Patenschaft?

Patenschaften und Mitarbeiter für die Ausgrabungen in Rullstorf gesucht !

Den Mitgliedern des F.A.N. und anderer Vereine, die sich der Förderung der Archäologie und Heimatforschung angenommen haben, sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern der staatlichen Denkmalpflege wird ab Mai 2005 die Teilnahme an archäologischen Ausgrabungen auf dem Kronsberg bei Rullstorf ermöglicht.Die Ausgrabungen finden in einer “Restfläche” von etwa einem Hektar Größe statt. Bei dieser Restfläche handelt es sich um den letzten Bereich einer ehemals mehr als 9 Hektar großen Fläche, die in den 1970er Jahren zum Bodenabbau freigegeben worden war. Wegen der dichten Belegung der gesamten Fläche hat die staatliche Denkmalpflege in den Jahren zwischen 1979 und 2001 auf der Grundlage zahlrei- cher Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) eine große Zahl sehr gut erhaltener Gräberfelder und Siedlungen vom Mesolithikum bis ins frühe Mittelalter dokumentiert. Erst seitdem die Förderung durch ABM ausgesetzt ist, sind die Grabungen ins Stocken geraten.Im Jahr 2005 wird eine Fläche ausgegraben, auf der bereits im Jahr 2001 der schützende Humus abgeschoben worden war. Wegen der einge- tretenen Schädigung der Denkmalsubstanz sind - trotz geringer Haushaltsmittel - die Grabungen nun nicht mehr aufschiebbar.Weil die westlich und südlich angrenzenden Flächen bereits untersucht sind, wissen wir ungefähr, welche Befundgattungen und welche Zeitabschnitte bei den Ausgrabung angetroffen werden. Zu den besonders interessanten Bereichen gehören:

- eine Siedlung der jüngeren Bronzezeit mitBronzeguß,- Siedlungsanlagen der vorrömischen Eisenzeit und der römischen Kaiserzeit mit zahlreichen Befunden zur Eisenverhüttung,

- eine Siedlung der spätsächsischen Zeit, deren Bewohner auf dem fast vollständig untersuchten zeitgleichen Gräberfeld der Fundstelle 8 bestattet wurden.

Auf letztere Siedlung warten wir schon seit Grabungsbeginn, denn in den angrenzenden, bereits untersuchten Flächen sind Grubenhäuser und zwei Gebäudegrundrisse der frühsächsischen Zeit (5. Jahrhundert, vgl. Abb.) freigelegt worden. Wie bereits angedeutet, finden die Ausgrabungen unter den Bedingungen einer geringen Mittelausstattung durch das Land statt. Fehlende Haushaltsmittel müssen daher durch Anwerbung von Sponsorengeldern, vor allem aber durch die kostenlose Mitwirkung vieler Interessierter ersetzt werden. Wer sich die Strapazen einer Grabung nicht antun möchte, kann durch Spendenbeiträge unter Angabe des Verwendungszweckes auf das Konto des F.A.N. zum Grabungserfolg beitragen. Aber auch durch eine Patenschaft können Sie die Archäologie im Land Niedersachsen fördern. Es wäre schön, wenn einzelne Personen die Patenschaft für die Ausgrabung eines bestimmten Quadranten (100 Quadratmeter) übernehmen könnten.


Was bedeutet eine Patenschaft?

Eine Patenschaft ist mit einer für die Ausgrabung bestimmten, zweckgebundenen Geldspende zwischen 10 und 100 Euro für einen bestimmten Quadranten (100 Quadratmeter) verbunden. Mit dieser Geldspende nehmen die Paten direkt Einfluß auf den Fortgang der Grabungsarbeiten, indem sie zu deren Finanzierung mit beitragen. Damit keine Doppelbelegung erfolgt, werden die Quadranten vor Grabungsbeginnunter den Spendern verlost





Welche Vorteile haben die Spender?

Die Spender werden in allen folgenden Publikationen der Grabungen in Rullstorf als Sponsoren namentlich aufgeführt. Spender erhalten ferner eine Spendenbescheinigung, bei Spen- den ab 100 Euro auch einen Nachweis der erzielten Grabungsergebnisse der Grabungsfläche(n), z. B. eines bestimmten Quadranten, dessen Ausgrabung vom jeweiligen Spender gefördert wurde. Die Grabungsbefunde werden durch Befundbilder, Grabungszeichnungen oder Fundzeichnungen (Fotos) belegt, die auf eine CD gebrannt sind. Zusätzlich werden alle Spender zu einem Vortrag über die Grabungsergebnisse ins Landesamt für Denkmalpflege nach Hannover eingeladen. Als Besucher sind die Paten auf der Grabung jederzeit willkommen. Der Kreativität - z. B. auf diese Weise einen originellen Betriebsausflug zu organisieren, ein Klassentreffen mit einer Grabungsführung zu verbinden usw. - sind keine Grenzen gesetzt. Ohne Anmeldung wird es aber nicht gehen, denn jede Grabungsführung muß im Grabungs- ablauf organisatorisch eingebunden werden.

Wie werden die Spenden verwandt?

Alle Spenden werden unmittelbar für die Grabungen eingesetzt. Möglich wäre z.B. die Mitfinanzierung eines internationalen Jugendcamps, Aufwandsentschädigung für kostenlos mitarbeitende Fachstudenten, Einstellung von Arbeitslosen usw.. Es versteht sich von selbst, dass der Verwendungsnachweis in der Vereinsabrechnung gesondert belegt und ausgewiesen wird.
Vereinsmitglied oder nicht - ich möchte alle engagierten Bürger bitten, im Rahmen der eigenen Kräfte oder durch Übernahme einer Patenschaft bei den für 2005 geplanten Ausgrabungen mit zu helfen.

Was erwartet die aktiven Ausgräber in Rullstorf?

Rullstorf wird sich grabungstechnisch von der schwierigsten Seite zeigen: in gleicher Flucht und fast an gleicher Stelle wieder errichtete Höfe (vgl. Bild Seite 3) sind kennzeichnend für die Kontinuität der Besiedlung auf dem Kronsberg.




Genaues Arbeiten ist wichtig Genauigkeit, Ruhe und Konzentration sind wichtige Eigenschaften für die Grabungsmannschaft

Um die Grabungsbefunde richtig zu deuten, wird die Auswertung der baulichen Anlagen bereits unmittelbar nach ihrer Freilegung beginnen müssen.
In ähnlicher Überschneidung dürfen wir auch mit mehreren Bauphasen der Langobarden und der vor ihnen siedelnden Familien der vorrömischen Eisenzeit und der jüngeren Bronzezeit rechnen. Aus diesen Zeitabschnitten reichen Baulichkeiten von den untersuchten Flächen in die zu erforschenden Grabungsabschnitte. Grubenhäuser, Getreidespeicher und Erdspeicher sind mit Sicherheit zu erwarten. Letztere sind Fundreservoire ersten Ranges, denn die Erdspeicher waren wegen ihrer wenig dauerhaften Aussteifung mit Korbgeflecht alsbald dem Verfall preisgegeben und dienten dann als Deponie für Keramik, die nach den häufigen Hausbränden darin entsorgt wurde.
Problematisch wird die Unterbringung vor Ort sein. Die gute touristische Auslastung der Fremdenzimmer im Sommer und Herbst wird uns noch Probleme bereiten. Ich bitte daher alle Grabungsteilnehmer, sich frühzeitig anzumelden, damit wir ihnen eine Liste der preiswerten Unterkunftsmöglichkeiten zustellen können.

W. Gebers




Auch Ausruhen muss sein. Archäologie kann ganz schön anstrengend sein, da kommt so eine Schubkarre wie gerufen.