Langsam neigt sich die Grabungsetappe 2005 auf dem altsächsischen Gräberfeld in Rullstorf dem diesjährigen Ende entgegen. Für ein paar Tage haben wir uns noch einmal auf die Ausgrabung begeben, um den Fortgang der Arbeiten zu beobachten und einige Tage mitzuarbeiten. Bei nur 0 Grad in der Früh fällt einem der Arbeitsbeginn nicht gerade leicht obwohl man sich natürlich vor der Kälte und dem Wind besser schützen kann als vor den 40 Grad im Hochsommer bei sengender Hitze ohne Schatten.
In der Zwischenzeit sind hunderte Qubikmeter von Sand und teilweise schwerem Lehmboden bewegt worden. Die einzelnen Grabungsflächen sind von einer Vielzahl von kleinen und großen Schnitten und Gruben durchzogen. Die Ausbeute der diesjährigen Arbeit sind eine große Anzahl von Funden und neuen Erkenntnissen, aber auch immer noch offenbleibenden Fragen. Durch die Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Ausgräbern konnte in Rullstorf die Arbeit durch den Grabungsleiter Dr. Wilhelm Gebers ein gutes Stück vorangebracht werden.
In ein paar Wochen wird dann Rullstorf wieder in einen Winterschlaf verfallen. Wie und vor allem ob es nächstes Jahr weitergehen wird, bleibt im Moment offen. Wir hoffen in den Wintermonaten die Zeit nutzen zu können, einige weitere Informationen zur diesjährigen Ausgrabung in Rullstorf veröffentlichen zu können.
Zumindest hat uns dieses Jahr die Ausgrabung in Rullstorf deutlich gezeigt, dass haupt- und ehrenamtliche Denkmalpflege im wahrsten Sinn des Wortes gemeinsam "Berge" versetzen können.

Anschließend noch einige Impressionen von den kalten, aber schönen Oktobertagen auf dem Kronsberg bei Rullstorf.



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Fotos: Bernd Günther (FAN 2005)